Hinter jeder Vermittlung steht eine Familie, die vor einer schwierigen Entscheidung stand. Hier erzählen vier Familien, wie sie den Weg zur 24-Stunden-Betreuung gefunden haben — mit allen Zweifeln, Ängsten und am Ende: mit Erleichterung.
Die Entscheidung für eine 24-Stunden-Betreuung ist nie leicht. Oft geht ihr eine lange Phase des Zweifelns, der Überforderung und manchmal auch der Schuldgefühle voraus. «Geben wir unsere Mutter auf?» «Ist das nicht zu teuer?» «Was denken die Nachbarn?»
Die Familien, deren Geschichten wir hier erzählen, hatten alle diese Fragen. Und alle haben am Ende die gleiche Erfahrung gemacht: Der schwerste Moment war nicht der Einzug der Betreuungsperson — sondern die Wochen davor, in denen sie sich nicht entscheiden konnten.
Ihre Geschichte könnte die fünfte sein. Nicht weil jede Situation gleich ist — sondern weil der Wunsch, dass unsere Liebsten zuhause alt werden dürfen, uns alle verbindet.
Vermittlungsmodell · CHF 4’800/Mt. · Seit 14 Monaten
Walter Brunner (79) lebt seit dem Tod seiner Frau allein in seinem Haus am Vierwaldstättersee. Vor zwei Jahren wurde bei ihm eine vaskuläre Demenz diagnostiziert. Anfangs waren es kleine Dinge: vergessene Herdplatten, verlegte Schlüssel, Unsicherheit beim Einkaufen. Dann kamen die nächtlichen Wanderungen. Sein Sohn Thomas (52), der in Zürich arbeitet, konnte nicht mehr ruhig schlafen.
Thomas recherchierte wochenlang. Ein Pflegeheim kam für Walter nicht in Frage — er wäre dort eingegangen, davon war Thomas überzeugt. «Mein Vater braucht seinen Garten, seinen See, seine Nachbarn. Ohne das verliert er den Halt.» Über Pflege-Experten.ch fand Thomas eine Agentur mit Erfahrung in der Demenz-Betreuung.
Agnieszka, eine erfahrene Betreuerin aus Polen mit Demenz-Schulung, zog bei Walter ein. Sie spricht gut Deutsch und hat einen ruhigen, geduldigen Charakter. Morgens machen die beiden einen Spaziergang am See, nachmittags arbeiten sie im Garten. Wenn Walter nachts unruhig wird, ist Agnieszka da und begleitet ihn sanft zurück ins Bett.
«Mein Vater hat wieder eine Tagesstruktur», sagt Thomas. «Er isst regelmässig, bewegt sich täglich, und seine Verwirrungszustände sind seltener geworden. Ich kann wieder durchschlafen — weil ich weiss, dass jemand da ist.»
Kosten: CHF 4’800/Mt. (Vermittlungsmodell) – CHF 762 Hilflosenentschädigung (mittlere Stufe) – CHF 350 Spitex-Anteil = CHF 3’688 Eigenkosten/Mt.
Verleihmodell · CHF 6’800/Mt. · Seit 8 Monaten
Rosa Keller (87) stürzte im November 2025 in ihrer Wohnung und brach sich die Hüfte. Nach der Operation im Kantonsspital stand fest: Allein nach Hause konnte sie nicht mehr. Die Übergangspflege deckte die ersten 14 Tage, aber danach? Ihre Tochter Monika (59) lebt in Basel, der Sohn Reto in Bern. Beide berufstätig, beide mit eigener Familie.
Die Zeit drängte. Monika brauchte eine Lösung, bevor die Übergangspflege endete. «Ich hatte Angst, dass meine Mutter in ein Heim muss, nur weil wir zu langsam waren», erinnert sie sich. Über Pflege-Experten.ch konnte die Vermittlung beschleunigt werden — innert 5 Tagen stand ein Personalvorschlag bereit.
Die Familie wählte das Verleihmodell, weil Monika sich nicht mit Arbeitgeberaufgaben belasten wollte. Ewa, die Betreuerin, unterstützt Rosa bei der Rehabilitation: Gehübungen, Treppensteigen, tägliche Bewegung. Die Spitex kommt zusätzlich für die Wundpflege und Physiotherapie-Übungen vorbei.
Acht Monate später geht Rosa wieder selbstständig mit dem Rollator einkaufen — in Begleitung von Ewa. «Meine Mutter wäre im Heim wahrscheinlich im Rollstuhl gelandet», sagt Monika. «Zuhause hat sie die Motivation, wieder auf die Beine zu kommen. Ewa gibt ihr die Sicherheit, die sie dafür braucht.»
Kosten: CHF 6’800/Mt. (Verleihmodell) – CHF 478 Hilflosenentschädigung (leichte Stufe) – CHF 500 Spitex-Anteil = CHF 5’822 Eigenkosten/Mt.
Vermittlungsmodell · CHF 4’200/Mt. · Seit 11 Monaten
Hildegard Meier (91) ist körperlich erstaunlich fit für ihr Alter. Sie kocht noch selbst, macht kurze Spaziergänge und liest jeden Morgen die Zeitung. Aber seit ihr Mann vor drei Jahren gestorben ist, lebt sie allein in einem grossen Haus. Ihre Kinder sind ausgewandert — nach Deutschland und Kanada. Die Einsamkeit frass Hildegard auf. Sie ass immer weniger, sprach mit niemandem, und die Nachbarin fand sie zweimal weinend vor der Haustür.
Hildegards Tochter Christine rief aus Toronto an und recherchierte online. «Meine Mutter braucht keine Pflege im klassischen Sinn. Sie braucht jemanden, der da ist. Jemanden zum Reden, zum Kochen, zum gemeinsam Fernsehen.» Über Pflege-Experten.ch fand Christine eine Vermittlung, die genau auf solche Situationen spezialisiert ist.
Marta aus der Slowakei zog bei Hildegard ein. Marta ist 55, selbst Mutter und Grossmutter, und spricht gut Deutsch. Die beiden kochen gemeinsam — Hildegard zeigt Marta Schweizer Rezepte, Marta bringt slowakische Spezialitäten mit. Nachmittags gehen sie zusammen in die Bibliothek oder trinken im Café am Aarebecken einen Kaffee.
«Meine Mutter lacht wieder am Telefon», sagt Christine. «Sie erzählt mir von Rezepten, von Ausflügen, von Marta. Sie hat wieder einen Grund aufzustehen.» Die Nachbarin bestätigt: Hildegard hat zugenommen, geht regelmässig raus und wirkt zehn Jahre jünger.
Kosten: CHF 4’200/Mt. (Vermittlungsmodell, Basisbetreuung) — keine Hilflosenentschädigung (keine Pflegebedürftigkeit im medizinischen Sinn) = CHF 4’200 Eigenkosten/Mt.
Verleihmodell · CHF 7’200/Mt. · Seit 6 Monaten
Hans (86) und Elisabeth (83) Zürcher sind seit 58 Jahren verheiratet. Hans hat Parkinson, Elisabeth leidet unter starker Arthrose in den Händen. Allein schafften sie den Alltag nicht mehr: Kochen war zu gefährlich, Einkaufen zu anstrengend, und die Medikamenteneinnahme wurde unzuverlässig. Aber eines war klar: Sie wollten zusammenbleiben. Im Pflegeheim hätten sie möglicherweise getrennte Zimmer bekommen.
Die Nichte Ursula übernahm die Organisation. «Tante Elisabeth hat geweint, als ich das Pflegeheim erwähnte. Sie sagte: Wenn wir getrennt werden, sterben wir beide.» Ursula fand über Pflege-Experten.ch eine Lösung, die es beiden ermöglichte, in ihrer Wohnung zu bleiben — zusammen.
Beata, die Betreuerin, kümmert sich um beide: Sie kocht für Hans und Elisabeth, hilft Hans beim Anziehen (seine Finger zittern zu stark für Knöpfe), erinnert an die Medikamente und begleitet das Ehepaar zu Arztterminen. Die Spitex kommt dreimal pro Woche für die Parkinson-spezifische Behandlungspflege.
«Sie sind immer noch zusammen — das ist alles, was zählt», sagt Ursula. Hans und Elisabeth sitzen jeden Nachmittag auf ihrem Balkon, trinken Kaffee und schauen auf den Jura. Manchmal spielt Beata mit ihnen Karten. «Es ist nicht perfekt», sagt Elisabeth, «aber es ist unser Zuhause. Und wir sind zusammen.»
Kosten: CHF 7’200/Mt. (Verleihmodell, Ehepaar-Betreuung) – CHF 478 HE Hans (leicht) – CHF 478 HE Elisabeth (leicht) – CHF 600 Spitex-Anteil = CHF 5’644 Eigenkosten/Mt.
Vier Familien, vier verschiedene Situationen — aber ein gemeinsamer Kern: Der Wunsch, dass ein geliebter Mensch dort alt werden darf, wo er sich am wohlsten fühlt. Zuhause, in vertrauter Umgebung, mit einer Person an seiner Seite, die nicht nur pflegt, sondern begleitet.
Keine dieser Familien hat sich die Entscheidung leicht gemacht. Aber alle berichten, dass die Realität besser war als die Befürchtungen. Dass ihre Angehörigen aufblühten, sobald sie wussten: Ich muss mein Zuhause nicht verlassen. Und dass die Betreuungspersonen nicht nur Arbeitskräfte sind — sondern Menschen, die Teil des Lebens werden.
Wenn Sie sich in einer dieser Geschichten wiedererkennen — oder wenn Ihre Situation ganz anders ist — sprechen Sie mit uns. Jede Familie verdient eine Lösung, die zu ihr passt. Und der erste Schritt ist immer der gleiche: ein Gespräch.
Erzählen Sie uns von Ihrer Situation — kostenlos, unverbindlich und mit viel Verständnis.